Es mögen Trinker sein, aber es sind auch nur menschliche Wesen

Der Aufwertungsdiskurs, der innerhalb der Comicfachbetriebe geführt wird, ist ja keineswegs uninteressant, wenn man denn etwas Zeit mitbringt.
Den heutigen Abend hatte ich mir reserviert, um auch etwas theoretisch Anspruchsvolles und gleichzeitig Originelles zum Verhältnis von Graphik und Literatur zu schreiben. Um mich auf der Höhe der Debatte zu bewegen, begann ich nach dem (frühen) Abendessen mit einigen aktuellen Zeitschriftenbeiträgen und Aufsätzen, danach lauschte ich dem (langen) Hörfunkmitschnitt einer Diskussionsrunde, wobei die Sendung bei mir ein starkes, dabei leicht lähmendes Déjà-Vu-Gefühl auslöste: nachmittägliche Philosophieseminare der achtziger Jahre, Schauspiele mit streng verteilter Rollenprosa. Alle waren sie da – die tüchtigen Assistenten, die glatten Rhethoriker und die bedächtigen Intellektuellen, alle, bis hin zu dem Mädchen, das in der Theorie nicht so zuhause ist, aber trotzdem von allen gemocht wird.
Um mich wieder zu beleben, las ich danach ausführliche Beiträge auf Webseiten zu verschiedenen Aspekten des Themas (überraschend viel Vokabular der Achtziger), und da fand ich es.
Der Blog Klammer auf, Klammer zu ist schön gemacht, aber für dieses Fundstück an diesem Abend gehört er wirklich gelobt. Ich habe von Klügeren gelernt.

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