Dass ja man viel Geld: Der internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt

Die Shortlist für 35.000 Euro:

Alarcón, Daniel: Lost City Radio
Wagenbach 2008, (übersetzt von Friederike Meltendorf)
Doulatabadi, Mahmud: Der Colonel
Unionsverlag 2009 , (übersetzt von Bahman Nirumand)
Hage, Rawi: Als ob es kein Morgen gäbe
DuMont Verlag 2009 , (übersetzt von Gregor Hens)
Hemon, Aleksandar: Lazarus
Knaus Verlag 2009 , (übersetzt von Rudolf Hermstein)
Kohan, Martín: Zweimal Juni
Suhrkamp Verlag 2009 , (übersetzt von Peter Kultzen)
Mengestu, Dinaw: Zum Wiedersehen der Sterne
Claassen Verlag 2009, (übersetzt von Volker Oldenburg)

Rawi Hage zum Beispiel hat ein wunderbares Buch geschrieben – für das er bereits 2008 den IMPAC-Award – den mit 100.000 Euro höchst dotierten Literaturpreis der Welt – bekommen hat.
Aleksander Hemon: großes Buch  – mehrfach ausgezeichneter, in viele, viele Sprachen übersetzter Autor.
Dinaw Mengestu: überhaupt kein schlechter Roman, ganz im Gegenteil. Ein amerikanisches Debut, das sowohl in den USA wie in England und Frankreich schon abgefeiert und mit Preisen bedacht worden ist.

choirVier von sechs Romanen auf der Liste sind aus dem amerikanischen Englisch übersetzt – der etablierte amerikanische Lizenzmarkt für Literatur-
übersetzungen (und da bewegen sich alle vier Autoren mit ihren Agenten und Scouts) bietet so viel Raum für mutige verlegerische Entdeckertaten wie ein Freibad für Tiefseetaucher.
Nun ja, es geht bei dem Preis ja schließlich auch um das “vielsprachige und vielgestaltige Spektrum aktueller Erzählstimmen”, um nichts sonst.

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